Eine neue, umfassende foodwatch Recherche zeigt: Energydrink-Hersteller wie Red Bull, Monster oder Gönrgy haben junge Konsument:innen im Visier. Mit durchdachtem Marketing sprechen sie gezielt Kinder und Jugendliche an – mit teils gravierenden Folgen für ihre Gesundheit.
Markenbindung schon im Kindesalter
Egal ob im Supermarktregal, im TikTok-Feed oder im Stadion: Energydrinks sind allgegenwärtig. Hersteller platzieren ihre Marken dort, wo sich junge Menschen aufhalten. Besonders Red Bull verknüpft sein Marketing mit Action, Sport und Coolness – etwa durch eigene Kinderclubs, Gaming-Events, Merchandise wie Kuscheltiere oder Kooperationen mit beliebten Influencer:innen. Bereits letztes Jahr erschien ein Bericht des Gesundheitsministeriums, der zeigt: Auf Social Media halten viele bei Kindern und Jugendlichen beliebte Influencer:innen Energydrinks in die Kamera.
Auch Athlet:innen werden gezielt als Werbeträger:innen eingesetzt. Viele von ihnen sind selbst minderjährig. Die Botschaft: Wer dazugehören will, trinkt Red Bull & Co.
Die Risiken sind wissenschaftlich belegt
Dabei ist der Konsum für Kinder und Jugendliche alles andere als harmlos: Schon geringe Mengen können zu Schlafproblemen, erhöhtem Blutdruck und Herzrasen führen. Besonders riskant wird es in Kombination mit Sport oder Alkohol. Studien zeigen außerdem Zusammenhänge mit Angstzuständen, Konzentrationsstörungen und erhöhtem Risiko für psychische Erkrankungen. Mediziner:innen und die WHO warnen deshalb seit Jahren vor den Risiken der koffeinhaltigen Getränke.

Keine Energydrinks für Kinder!
Mach jetzt bei unserer Petition mit und fordere: Jetzt Kinder schützen mit einer Altersgrenze für den Kauf von Energydrinks!
Österreich hinkt hinterher
Andere Länder wie Polen, Rumänien und Norwegen haben bereits Altersgrenzen für den Verkauf von Energydrinks eingeführt.
In Österreich dagegen gibt es bislang keine gesetzlichen Einschränkungen – obwohl laut Gesundheitsministerium bereits Schulkinder regelmäßig Energydrinks konsumieren und Influencer:innen mit Millionenpublikum dafür werben.
foodwatch fordert: Das Marketing der Energydrink-Hersteller trifft gezielt eine besonders verletzliche Zielgruppe. Kinder und Jugendliche werden mit Events, Social Media und Merchandise früh an die Markenwelt gebunden. Die gesundheitlichen Risiken sind längst bekannt – und dennoch sind Energydrinks für Minderjährige weiterhin problemlos erhältlich. Wir fordern daher in unserer Petition eine gesetzlich festgelegte Altersgrenze für Energy Drinks von 18 Jahren.
Quellen und weiterführende Informationen
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Beispiele minderjähriger Red Bull Athlet:innen (abgerufen am 21.3.2025):
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